Unterwegs mit Bine

Bontoc (Philippinen)

Der Hauptgrund warum die Philippinen von Anfang an auf meiner Reiseliste standen, waren die Maiers. :)

Nicola und Christian haben mich vor 12 Jahren auf meinen Freiwilligendienst in Bolivien vorbereitet und seitdem sind wir befreundet und immer irgendwie in Kontakt. Mittlerweile ist die Familie Maier gewachsen: auch Tabea, Salome und Debora gehören mit dazu und bringen ordentlich Leben in die Bude.

Vor drei Jahren haben sich die Maiers dazu entschieden Weltkirche aktiv miterleben und gestalten zu wollen. Deshalb sind sie seit 2013 als Fachkräfte in der personellen Entwicklungszusammenarbeit im Apostolischen Vikariat Bontoc-Lagawe in der Familienpastoral tätig. Bis Mai 2017 werden sie noch in Bontoc leben und arbeiten.

Die beiden beschreiben in ihrem Blog „Maiers in Bontoc“ sehr eindrücklich das Leben als deutsche Familie in den Philippinen. Es lohnt sich auf jeden Fall dort mal reinzuschauen!

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Christian, Tabea, Nicola, Salome und Debora Maier in ihrem Garten in Bontoc :)

 

Ich durfte fast eine Woche lang Gast sein im Chocolate Haus der Maiers, das auf einem der Hügel in Bontoc steht und nur über eine Treppe zu erreichen ist. Da braucht man kein weiteres Workout, wenn man die Stufen zwei Mal am Tag runter und wieder hoch läuft.

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Morgendlicher Ausblick vom Balkon der Maiers

 

Halsema Highway

Bontoc ist ein kleiner Ort, der sich in einer der schönsten Regionen der Philippinen befindet – der Mountain Province. Die Landschaft gehört mit zu den schönsten Landstrichen, die ich bisher auf meiner Reise gesehen habe.

Überall sieht man die für die Region typischen Reisterrassen und hinter jeder Kurve wartet eine neue grandiose Aussicht. Die bergige Landschaft führt dazu, dass die Busfahrten zwischen den Ortschaften sehr abenteuerlich sind und es eigentlich nur in Kurven vorwärts geht.

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Blick auf Bontoc

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Die Jeepneys fahren auf den Nebenstraßen die verstreuten Dörfer an

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Es gibt eine tolle Reportage von Arte über den Halsema-Highway, der die Hauptorte in der Mountain-Province miteinander verbindet. Quasi die Autobahn in der Mountain Province. Ich bin genau die gezeigten Strecke von Baguio nach Bontoc gefahren und habe vieles wiedererkannt. Wenn man im Bus sitzt, ist es aber nicht ganz so dramatisch, wie die Drohnen-Aufnahmen vermuten lassen.

 

Alltagsleben 

Nach 4 Monaten „on the road“ hab ich mich total gefreut mit den Maiers ein wenig Alltagsleben teilen zu können. Ich war auf dem Markt einkaufen, habe gekocht und den Abwasch gemacht – toll! :) Außerdem war es für die Mädels natürlich toll Besuch aus Deutschland zu haben. So wurde ich direkt eingespannt zum Spielen, Vorlesen (jeden Tag das selbe Buch!) und Kuscheln.

Besonders fasziniert hat mich wie spielend  und selbstverständlich Tabea, Salome und Debora mit den unterschiedlichen Sprachen hantieren. Zu Hause wird Deutsch gesprochen, generelle Sprache ist Englisch, in der Schule lernen sie Filipino, mit den Menschen aus dem Ort sprechen sie  Ilocano (die Sprache der Region) und mit ihren Freundinnen aus dem Nachbarhaus Bontoc (die Sprache des Ortes). So schnell kommen Nicola und Christian oft nicht hinterher und so kommt es vor, dass die Mädels für ihre Eltern Übersetzungsdienste übernehmen. ;)

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Salome und ich beim „Frisör“ spielen

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Salome und Debora mit ihrer Freundin Sai

 

Sagada 

Einen Tag durfte ich Christian zu einem Arbeitstermin begleiten. In einem kleinen Ort, dessen Namen ich vergessen habe und der zum Vikariat gehört, haben Christian und seine Chefin bei der Pfarrgemeinderatssitzung über einen neuen Kurs für Multiplikatoren in der Familinpastoral berichtet. Das bedeutete 45 Minuten pro Strecke, 15 Minuten Warten, 30 Minuten Zeit, um über das Projekt zu berichten.

Christian war so nett und hat das ausgeliehene Auto genutzt, um mit mir einen Ausflug nach Sagada zu machen. Dies ist einer der touristischen Orte der Region. Bekannt für viele schöne Wanderstrecken und die hängenden Särge. Traditionell haben die Igorot (einer der Volksstämme der Region) ihre Toten in Särgen an Felswänden bestattet, oftmals in Hohlräumen oder Höhlen im Berg.

An einigen der Särgen hängen Holzstühle. Vor der Bestattung findet bei den Igorot eine Totenwache statt. Dabei wird der Tote vor seine Hütte auf einen Stuhl gesetzt und das Dorf kommt, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

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Särge weiter oben im Berg

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Särge mit den Stühlen

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Mainit

Am Sonntag haben wir einen typischen Familienausflug zu heißen Quellen nach Mainit gemacht. Christian hat sich wieder das Auto von der Pfarrei ausgeliehen und damit der Spaß noch größer wird, haben wir noch zwei der Nachbarskinder mitgenommen. Ein toller Nachmittag im warmen Wasser in der Sonne, mit mitgebrachtem Essen und viel Lachen. :) Und natürlich wieder der wunderbare Ausblick in die Berge.

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2 Kommentare

  1. 23. März 2016    

    Toller Post !

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