Unterwegs mit Bine

Pakxong (Laos)

Mit einem Sawngtheaw ging es für uns von Don Det aus hoch nach Pakxong auf das Bolaven-Plateau.  Die Fahrt an sich ist immer schon ein Erlebnis. Vor Abfahrt verkaufen viele fliegende Händlerinnen ihre Waren an die Fahrgäste im Busterminal. Es gibt Wurzeln, Obst, gekochte Maiskolben oder ganze aufgespießte Brathähnchen – da ist für jeden was dabei. Auf der Fahrt kommt man zwangsläufig mit den Mitfahrern in Kontakt, da es sehr eng ist. Die Laoten haben kein Problem mit Körperkontakt in öffentlichen Verkehrsmitteln und so werden gerne die Arme auf den Beinen des Nebenmannes abgelegt oder die Kleinkinder liegen halb auf dem nächsten Fahrgast mit drauf. Jara und ich waren natürlich die totalen Exoten und wurden immer wieder berührt, weil die Leute nicht glauben konnten, dass wir wirklich so helle Haut haben.

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Sawngtheaw von außen

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Auf dieser Fahrt war es vergleichsweise leer

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Neue Freundschaften

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Fliegende Händlerin Nr. 1

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Fliegende Händlerin Nr. 2

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Der Mann von Welt trägt seinen Hahn in Laos in der modischen Umhängetasche

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In Pakxong wurden wir leider von einer Kaltwetterfront erwartet und ich war nach vielen Wochen froh über meine Jeans und die Regenjacke im Gepäck, die ich wochenlang ohne Verwendung durch Kambodscha und Thailand geschleppt hatte. Wirklich viel gab es in Pakxong nicht zu tun. Wir waren spazieren und die Aussicht genießen, Nudelsuppe essen und auf einer Kaffeefarm.

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Sabaidii kaaaa Pakxong

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Beim Abendspaziergang

Kaffee-Kooperative

Wusstet ihr, dass in Laos Kaffee angebaut wird? Ich vor meinem Besuch nicht. Das Bolaven-Plateau ist die Kaffeeanbauzone schlechthin in Laos und Jara fühlte sich landschaftlich sehr an die „Zona cafetera“ in Kolumbien erinnert. In dem Zentrum einer Kaffeekooperative hat uns eine deutsche Freiwillige (ja, die Deutschen sind wirklich überall!) erzählt, dass der Kaffee-Anbau halbwegs unprofessionell läuft und die Bauern deutlich bessere Erträge erzielen könnten, wenn sie die Kaffee-Pflanzen anders beschneiden oder natürliche Dünger einsetzen würden. Die Kooperative versucht die Qualität der geernteten Bohnen auf einen gleichmäßig hohen Stand zu bringen und ist gerade dabei einen großen Abnehmer in den USA zu suchen. Geschmacklich war der Kaffee ganz hervorragend – ihr könnt also mit gutem Gewissen laotischen Kaffee kaufen, wenn ihr ihn irgendwo seht.

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Kaffee-Pflanze

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Ziele der Kaffee-Kooperative

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Die Kaffeebohnen werden in Pakxong überall am Straßenrand getrocknet

 

Unverhoffte Einladung

Eine Begegnung in Pakxong fällt unter das Motto „Unverhofft kommt oft“. Als wir ankamen, sind wir los, um etwas zu Mittag zu essen. Da wir sehr hungrig waren, wollten wir nicht weit laufen und haben in der Nähe unseres Guesthouses nach einem einfachen Restaurant Ausschau gehalten. Wir kamen an einem Haus vorbei vor dem mehrere Tische standen und einige Leute saßen dort und waren am Essen und Biertrinken. Wir in unserem jugendlichen Leichtsinn haben vermutet, dass es sich um ein Restaurant handelt. Als wir näher kamen, wurden wir freudig herangewunken und durften an dem schon besetzten Tisch Platz nehmen. Da die Laoten sehr gastfreundlich sind, wurde uns erst einmal ein Bier eingeschenkt und wir haben mehrfach mit allen angestoßen. Nach etlichen Versuchen den Leuten klar zu machen, dass wir etwas zu essen suchen und dies immer wieder verneint wurde, dämmerte uns so langsam, dass wir wohl in einer Privat-Party gelandet waren. =D Leider konnten wir uns mit den netten Laoten nur mit Händen und Füßen unterhalten und nachdem wir fast 2 Flaschen Bier geleert hatten, konnten wir uns irgendwie aus dem Staub machen und endlich (etwas angeschwipst) unsere Nudelsuppe essen. Eine sehr nette Begegnung und ich würde mir wünschen, dass wir auch in Deutschland häufiger so unvoreingenommen gastfreundlich wären.

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