Unterwegs mit Bine

Xi’an (China)

Von Beijing ging unsere China-Reise weiter nach Xi’an. Am großen West-Bahnhof von Peking haben wir dank der Hilfe von einigen englischsprechenden Chinesen auch die richtige Schlange zu unserem Zug gefunden. In China ist es nämlich nicht so, dass man nicht einfach am Gleis wartet, sondern es ist eher so wie am Flughafen: Sicherheitskontrolle > Warten am Gate > Boarding > Einstieg in den richtigen Wagen

Xi’an ist mit 4 Millionen Einwohnern eine eher mittelgroße Stadt  für China und war laut Reiseführer der Startpunkt der Seidenstraße. Die meisten Touristen kommen nach Xi’an, um sich die Terrakotta-Armee anzusehen, die außerhalb von Xi’an beheimatet ist.

 

STADTMAUER

Ein weiteres Highlight in Xi’an ist die gut erhaltene alte Stadtmauer, auf der man die komplette Innenstadt umrunden kann. Wir haben uns dafür entschieden die knapp 14 Kilometer mit dem Fahrrad zu zurückzulegen. Eine sehr nette Fahrradtour an einem leider eher nebligen Tag.

 

Stadtmauer von Xi'an

Stadtmauer von Xi’an

Radeln auf der Stadtmauer

Radeln auf der Stadtmauer

 

Blick von der Stadtmauer auf die Dächer der Altstadt

Blick von der Stadtmauer auf die Dächer der Altstadt

Die Fahrradfahrer wollten irgendwie auch gerne aufs Foto

Die Fahrradfahrer wollten irgendwie auch gerne aufs Foto

Tempel zur rechten, Bine zur linken

Tempel zur rechten, Bine zur linken

MUSLIMISCHES VIERTEL & MOSCHEE

Am meisten fasziniert hat mich das muslimische Viertel von Xi’an. Wenn man an China denkt, kommt einem nicht direkt der muslimische Glaube in den Sinn, aber in einigen Regionen ist er die vorherrschende Religion und man findet dort viele Moscheen – zum Teil mit eher arabischen Elementen, zum Teil aber auch architektonisch sehr chinesisch angehaucht, wie man bei der Moschee in Xi’an sehen kann.

Das beste an den engen Straßen im muslimischen Viertel sind die vielen Essensstände! Wir haben uns einmal durchgefuttert: Tofu mit vielen Gewürzen, Fleischspieße, gefülltes Brot mit Lammfleisch, Fladenbrot, kleine Kartoffeln mit Chili, gebrannte Sonnenblumenkerne, frischer Granatapfelsaft – ich hätte noch viiiieeeeelllll mehr essen können :) Und das alles in einem wuseligen Ambiente mit lauter Musik, bunt blinkenden Schildern und Verkäufern, die ihre Ware lautstark anbieten. Ich liebe solche Märkte und kann mich an dem Angebot gar nicht satt sehen und essen.

Fladenbrot

Brotstand im muslimischen Viertel

Muslimisches Viertel

Lecker Tofu!

Süßkram

Hier wird der Süßkram noch mit Muskelkraft hergestellt!

Garküche

Garküche

Große Moschee von Xi'an

Große Moschee von Xi’an

Moschee Xi'an

Moschee Xi’an

TERRAKOTTA-ARMEE 

Für mich war der Besuch der Terrakotta-Armee leider die Enttäuschung meiner China-Reise. Ich glaube es lag daran, dass ich zu hohe Erwartungen hatte und dachte, dass alles noch viel größer ist und man mehr Krieger-Figuren auf einmal sieht. Aber von vorne:

Auf dem Gelände am Rande einer Kleinstadt außerhalb Xi’ans kommt man an einem großen Parkplatz an und schiebt sich mit den Menschenmassen zu den Hallen in denen die Ausgrabungen des Mausoleum von Kaiser Qin Shihuangdi zu finden sind, darunter auch die sogenannte Terrakotta-Armee. Es gibt ein Museum in dem es aber kaum Informationen auf Englisch gibt und drei Ausgrabungshallen in denen Archäologen immer noch arbeiten, um weitere Figuren zusammenzufügen. Der eigentliche Grabhügel ist noch gar nicht geöffnet und in ein paar Jahren wird es hier sicherlich noch mehr zu sehen geben. In den ersten beiden kleineren Hallen, gibt es nicht so viel zu sehen. In der größten Halle kann man die größte Anzahl von Terrakotta-Kriegern bewundern und die Ausgrabungsstätte umrunden. In der Halle war es extrem voll und laut und man hatte kaum die Möglichkeit sich die Figuren in Ruhe anzuschauen. Wahrscheinlich auch deshalb meine Enttäuschung. Der Lagerhallen-Flair hat mich total von den Figuren abgelenkt und ich habe gedacht, dass es noch mehr Figuren auf einmal sind. Am spannendsten war es die Details der Figuren anzusehen, an die man am nächsten ran kam. Jeder Terrakotta-Krieger hat ein individuelles Gesicht und es gibt sogar unterschiedliche Frisuren. Wenn man nach China kommt, sollte man wohl auch zur Terrakotta-Armee fahren, aber einmal sehen reicht.

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Die größte Halle

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Dieser Krieger wird noch zusammengesetzt

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Ja, Toni und ich waren auch da :)

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2 Kommentare

  1. Juliane Juliane
    28. November 2015    

    Ni hao Bine,
    das ist ja interessant! Für mich waren die Krieger eines der Highlights. Wahrscheinlich war es bei mir genau umgekehrt – ich hatte null Erwartungen und war dann total fasziniert. Nicht von der Anlage (Touristenfang), aber einfach von dem Projekt an sich. Die gigantischen Dimensionen, der Perfektionismus (und das zu dieser Zeit!), der schiere Größenwahn, einfach irre.
    Die größte Enttäuschung für mich war die Verbotene Stadt. Alles grau, alles Beton, alles sieht gleich aus, nichts ist gepflegt oder touristisch aufgearbeitet (es sei denn, man zählt kitschige Schlüsselanhänger und Starbucks dazu) und dann diese desinteressierten Menschenmassen, urgh! ;)

    • 29. November 2015    

      Schon interessant wie unterschiedlich man Dinge wahrnimmt. Ich fand die Verbotene Stadt total faszinierend und bunt und farbenfroh. Dafür fand ich den Tianan’men Platz ziemlich bedrückend. Die grauen Gebäude, dazu der Smog und die ganze Überwachung. Aber ja China ist auf jeden Fall interessant, aber ich teile deine Meinung und muss so bald nicht noch mal hin.

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  1. 5 Monate Asien – Ein Rückblick | TraveLaBine on 14. April 2016 at 0:12

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