Unterwegs mit Bine

Beijing (China)

Als ich in Beijing (der chinesische Name für Peking) gelandet bin, hatte ich überhaupt keine Vorstellung, was mich erwarten würde. Ich bin zum ersten Mal in Asien und hatte somit überhaupt keinen Anhaltspunkt. Vielleicht gar nicht schlecht unvoreingenommen und ohne Vorurteile in ein Land zu reisen.

Am Flughafen habe ich mich mit Toni getroffen, dem Bruder meiner Freundin Patricia, die wir in der zweiten Reisewoche besuchen wollten. Auf dem Weg zum Hostel konnten wir schon einen ersten Einblick von Beijing bekommen: moderne Infrastruktur (aber keine Skyline), viele Autos, noch mehr Elektro-Roller/Mopeds/Rikschas und viele Menschen :)

Hier möchte ich euch berichten, was ich in Beijing alles gesehen und erlebt habe.

 

HUTONGS

Unser Hostel lag in einer eher touristischen Straße in einem Hutong. Hutongs nennt man die traditionellen Wohnviertel in Beijing mit einstöckigen Häusern und Wohnhöfen. Hinter dem Tor zur Straße hin verstecken sich die Höfe mit verschiedenen Wohneinheiten und weitere Türen, ein in sich verzweigtes System. In den Hutongs sind die Gassen auch sehr eng und verwinkelt und man verläuft sich gerne mal. :) Bei einer geführten Tour durch die Hutongs hatten wir die Möglichkeit in einen solchen Wohnhof reinzugehen und einen Bewohner, der unzählige Tiere besitzt, zu treffen. Da es in vielen dieser Stadtteile keine Toiletten in den Wohnungen gibt, sind öffentliche Toiletten weit verbreitet – über die Qualität lässt sich streiten.

Beijing

Unsere Straße in Beijing

Beijing

Äußere Tür eines Wohnhofes

Beijing

Toni mit dem etwas verrückten Chinesen und seiner Echse in seiner Wohnung im Hutong

Beijing

Ich mit den Vögeln im Hof des Hutongs

Hutong, Beijing

Laden im Hutong

Beijing

Hutong mit Rikscha

 

TIAN’ANMEN-PLATZ

Der „Platz des Himmlischen Friedens“ bildet das Zentrum Beijings. Als größter befestigter Platz der Welt bietet er viel Platz für chinesische und ausländische Touristen. :) An dem Platz befinden sich das Parlamentsgebäude (Große Halle des Volkes), das Nationalmuseum, das Mao-Mausoleum und das Tor des Himmlischen Friedens, das den Eingang zur Verbotenen Stadt darstellt und von Mao’s Konterfei geziert wird. Da wir eine Woche vor dem Nationalfeiertag vor Ort waren, wurde schon mit den Aufbauten auf dem Platz begonnen. Mein Favorit war auf jeden Fall der überdimensionale Blumenkorb. Der Platz wird bestmöglich bewacht: überall Überwachungskameras und Polizei. Überwachungskameras sind aber überall in China zu finden: in jedem Hotel, in Bussen, in Taxen, in Restaurants. Keine Ahnung was mit den Aufnahmen gemacht wird und ob diese von irgendwem kontrolliert werden.

Beijing

Tian’anmen-Platz mit Mao-Mausoleum im Hintergrund

Tiananmen-Platz, Beijing

Statue vor dem Mao-Mausoleum

Tiananmen-Platz

Tiananmen-Platz

Beijing

Große Halle des Volkes

Beijing

Flieg Vogel flieg

Beijing

Viele Touristen und der überdimensionale Blumenschmuck für die Feiertage

Beijing

Ich vor dem Tor des Himmlischen Friedens

Beijing

Reinigungskraft mit Elektro-Roller

Beijing

Blick Richtung Tian’anem-Platz von der südlichen Seite

Beijing

Eigene Elektro-Fahrzeuge und Fahrrad-Spur!

 

VERBOTENE STADT 

Eines der Highlights in Beijing ist mit Sicherheit die Verbotene Stadt, die direkt am Tian’anmen-Platz liegt. Deshalb verboten, weil bis zum Ende der Kaiserzeit 1922 der einfachen Bevölkerung der Zutritt verwehrt blieb. In der von Mauern abgetrennten „Verbotenen Stadt“ lebten die Kaiser mit ihrem Hofstaat, regierten von dort, hielten Zeremonien ab und vergnügten sich. So gab es eigene Häuser und Bereiche für die unzähligen Konkubinen des Kaisers.  Man kann locker einen ganzen Tag auf dem Gelände verbringen, sich die Wohngebäude und Tempel ansehen und im Garten ein wenig verweilen. Da ich keine Kennerin der chinesischen Geschichte bin, konnte ich die vielen Informationen zu den unterschiedlichen Dynastien und Kaisern nicht wirklich behalten und verarbeiten. Aber es ist auch so interessant sich einfach nur die Architektur, die Verzierungen und Malereien anzuschauen und dem Audioguide zu lauschen.

Beijing

Blick auf die Verbotene Stadt im Nebel/Smog

Eingang Verbotene Stadt, Beijing

Tor des Himmlischen Friedens

Beijing

Straße in der Verbotenen Stadt

Beijing

Verbotene Stadt

Beijing

Wir waren nicht die einzigen Besucher

Verbotene Stadt, Beijing

Verbotene Stadt

Verbotene Stadt, Beijing

Verbotene Stadt, Beijing

Verbotene Stadt, Beijing

Löwen bewachen jedes Gebäude

Verbotene Stadt, Beijing

Je mehr Tiere auf dem Dach, desto höher die Stellung der im Gebäude lebenden Person.                Hier: Hohes Tier!

Verbotene Stadt, Beijing

Wand-Mosaik, welches sicherlich einige Disney-Charaktere inspiriert hat ;)

Verbotene Stadt, Beijing

Manchmal bewachen auch Schildkröten die Gebäude

Verbotene Stadt, Beijing

Mitarbeiterin des Monats

Verbotene Stadt, Beijing

Das erste kaiserliche Telefon – man geht ja mit der Zeit!

 

HIMMELSTEMPEL 

Wir waren an einem Sonntag beim Himmelstempel, welcher in einem großen Park liegt. Der Tempel war unglaublich beeindruckend mit seinen Verzierungen und den intensiven Farben. Aber noch viel spannender fand ich die Freizeitaktivitäten der Chinesen im Park. Da die Wohnungen klein sind und niemand einen Garten hat, sind die öffentlichen Parks sowas wie die Wohnzimmer und Gärten aller Chinesen. Es wird getanzt, Aerobic gemacht, Tai-Chi praktiziert, Badminton, Tennis, Indiaka & PingPong gespielt oder mit Stoff-Ringen geworfen. Toni und ich haben fasziniert zugeschaut und wurden von einem älteren Mann zum Stoff-Ringe werfen und mit dem Kopf auffangen animiert. Total nett!

Peking

Himmelstempel

Beijing

Himmelstempel von innen

Peking

Untitled design (2)

Sportliche Aktivitäten

 

LAMA TEMPEL

Der Yohnge-Tempel (oder auch Lama Tempel) in Beijing ist einer der größten buddhistischen Tempel außerhalb Tibets. Ich habe leider wenig Ahnung von der Entwicklung und den verschiedenen Ausrichtungen des Buddhismus, aber Wikipedia hilft den Interessierten weiter. :) Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der Lamaismus eine Strömung des tibetische Buddhismus mit dem Dalai Lama als wichtigem geistlichen Führer. Im Tempel war richtig viel los und wir wurden eingehüllt in Räucherstäbchen-Schwaden und konnten die gläubigen Buddhisten beim Beten beobachten.

Lama Tempel, Beijing

Lama Tempel, Beijing

Lama Tempel, Beijing

Beijing

 

CHINESISCHE MAUER

Wer nicht auf der Mauer war, war nicht in China. :) Und so haben wir uns mit den Beijing Hikers  auf den Weg zu einem nicht restaurierten Teil der Chinesischen Mauer gemacht und sind dort auf und neben der Mauer gewandert. Der Weg war anspruchsvoll und die Mauer-Reste zum Teil der steil, aber es hat sich total gelohnt. Die Große Mauer wurde von den Kaisern errichtet, um sich gegen die Reitervölker aus dem Norden (heutige Mongolei) zu verteidigen, was mal besser und mal schlechter geklappt hat – so wie das mit Mauern ist, irgendwann werden sie überwunden (in dem Fall unter anderem vom berühmten Dschingis Khan).

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Tomatenkopf auf der Mauer

Tomatenkopf auf der Mauer

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Seht ihr mich im Hintergrund winken? :)

Seht ihr mich im Hintergrund winken? :)

Links: Toni und ich auf der nicht restaurierten Mauer, Chinesen während der Feiertagswoche auf dem restaurierten Teil der Mauer

Links: Toni und ich auf der nicht restaurierten Mauer, Chinesen während der Feiertagswoche auf dem restaurierten Teil der Mauer

6 Kommentare

  1. Klaus Horn Klaus Horn
    23. Oktober 2015    

    Liebe Bine, tolle Fotos und ein sehr schöner Bericht. Wusste gar nicht, dass es auch noch einen unrestaurierten Teil der Chinesichen Mauer gibt. Viel Spaß weiterhin, du machst es richtig.
    LIebe Grüße aus der Heimat.
    Klaus

    • 24. Oktober 2015    

      Hallo Klaus! Vielen Dank für deinen Kommentar! Der unrestaurierte Teil der Mauer ist sogar ziemlich groß und zieht sich in unterschiedlichem Zustand durch das halbe Land. Grüße aus dem heute drückendheißen Phnom Penh in die Heimat! Liebe Grüße, Bine

  2. Klara Klara
    24. Oktober 2015    

    Liebste Bine.
    Ich denk viel an dich und freue mich sehr dass du deinen Traum lebst. Danke für die schönen Fotos und dass du diesen Blog machst. Ich kenn dich zwar nicht sehr gut…aber ich hab dich sehr gern und wünsche dir von ganzem Herzen eine sehr lange, gesegnete, erfüllte und spannende Reise mit lieben Menschen welche dir begegnen sollen.
    Lass dich drücken, klara (maz)

    • 28. Oktober 2015    

      Liebe Klara,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Mir macht es total Spaß euch mit auf die Reise zu nehmen und es werden noch weitere Fotos und Berichte folgen. Nachdem ich in Limburg vom MaZ-Team mit einem offiziellen Segen auf den Weg geschickt wurde, kann dahingehend auch nichts mehr schief gehen. :) Alles Liebe und bis bald, Bine

  3. Barbara MaZ Barbara MaZ
    26. Oktober 2015    

    Also mir gefällt die Mitarbeiterin des Monats am Besten. Sie strahlt so eine innere Zufriedenheit aus ;-)

    • 28. Oktober 2015    

      Das finde ich auch :) Deshalb wollte ich sie unbedingt auf dem Foto haben – Gott sei Dank hat die Dauer-Leihkamera von meinem Papa einen guten Zoom :)

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